Desaster: Hertha scheitert in EL-Quali
2,4 Millionen Euro sind in der Welt des modernen Fußballs nicht viel – die großen Vereine würden wohl von einem Tropfen auf den heißen Stein sprechen. Aber es ist, wie schon ein altes Sprichwort sagt: Haben oder nicht haben. Genau diesen Betrag hätte es für das Erreichen der Gruppenphase der Europa League gegeben. Doch Hertha BSC Berlin scheiterte als Deutschlands Vertreter in der letzten Qualifikationsrunde an Bröndby Kopenhagen. Ins Tal der Tränen schoss die Alte Dame von der Spree ausgerechnet ein Mann, der in der Bundesliga kein Unbekannter ist.
1:3 – Hertha, wie konnte das passieren?
Hertha hatte die erste Partie mit 1:0 gewonnen. Die Ausgangslage für das Rückspiel war eigentlich sehr gut, doch Kopenhagen führte in der dritten Minute der zweiten Partie bereits mit 1:0. Ex-Schalker Teemu Pukki hatte das Tor erzielt und sein Arbeitstag begann gerade erst. Aber der Reihe nach: Vedad Ibisevic konnte zwischenzeitlich für den Ausgleich sorgen (30. Minute). Hertha schien wieder auf Kurs zu sein. Doch Pukki hatte an diesem Tag eben noch viel vor. Schon vier Minuten nach dem Ausgleich sorgte er für die neuerliche Führung der Dänen. In der 52. Minute konnte der 26-Jährige mit seinem dritten Tor des Tages schließlich für die endgültige Entscheidung sorgen.
Dardai wütet
Herthas Coach Pal Dardai war nach der Partie reichlich bedient. Jetzt mache man wieder Freundschaftsspiele erklärte der zornige Trainer. Man könne nun im Verein aufhören, „von der Champions League oder der Europa League zu träumen.“ Man selbst habe es verbockt, so der Ungar weiter, „so wie wir auch am Ende der letzten Saison nachgelassen haben.“ Man habe dem Gegner auf diese Weise den Sieg geschenkt. Insbesondere in den direkten Duellen hätten sich seine Spieler schlecht angestellt, wütete Dardai. Es sei angesagt gewesen, dass man in die Zweikämpfe gehe. „Das haben wir aber nicht gemacht.“ Die Lust auf die neue Saison ist Hertha zumindest für den Moment vergangen.