Tuchel um 5 Punkte „betrogen“
Für Thomas Tuchel war mal wieder das Limit erreicht. Schon vor dem Pokalspiel gegen den SC Freiburg machte sich der Coach der Mainzer Luft, indem er sich öffentlich darüber beschwerte, dass seine Mannschaft von den Schiedsrichtern offensichtlich benachteiligt werden würde. ?Hier wird eine Mannschaft für ihren Trainer bestraft. Das ist nicht mehr zu tolerieren?, so der 39-Jährige angefressen. So hätten die Mainzer angeblich schon viel mehr Punkte auf dem Konto. ?Acht Punkte hat das gekostet. Wo könnten wir stehen?“
Nun ist die Frage, wo denn die Mainzer tatsächlich stehen könnten? Und wo könnten andere Vereine stehen, wenn es nicht die ein oder andere Fehlentscheidung gegeben hätte? In der Presse wurde nun gezeigt, wie die „wahre“ Tabelle mittlerweile aussehen würde. So wurden sämtliche Fehlentscheidungen der Schiris bewertet
Beispielsweise wurden Tore, die durch ein Abseits entstanden sind wieder aus dem Ergebnis herausgenommen oder, wenn eine mögliche Chance durch ein falsches Abseits verhindert wurde, hinzugezählt. Genauso wurden verweigerte Elfmeter im Nachhinein als Treffer gewertet.
Nachdem alle Faktoren berechnet wurden kam dabei heraus, dass den Mainzern tatsächlich 5 Punkte „aberkannt“ wurden, womit Tuchel und Co nun bereits auf dem 4. Platz und damit auf Champions-League-Qualifikationskurs stehen würden.
Doch nicht nur die Mainzer würden auf einem anderen Platz stehen. So hätten vor allem die Fortuna aus Düsseldorf aber auch die Gladbacher Fohlen deutlich mehr Punkte auf dem Konto. Die großen Verlierer in dieser Wertung sind die Hamburger. Aktuell befinden sich die Hanseaten mit 34 Punkten auf dem 6. Platz, in der wahren Tabelle würden van der Vaart und Co allerdings mit 5 Punkten weniger auf dem 10. Platz im Mittelfeld festhängen.
Wie es auch sein mag, es wird sich nichts mehr ändern. Daher sollten sich Tuchel und seine Schützlinge auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Jeder Club hat irgendwann die Situation, dass durch Fehlentscheidungen ein Spiel versaut wurde, doch auf lange Sicht gleichen sich Glück und Unglück meistens aus.