FC Schalke 04: Heidels zweifelhafte Transfer-Entscheidungen
Ein Blick auf die Tabelle genügt, um die sportliche Situation des FC Schalke 04 auf den Punkt zu bringen: Die Knappen liegen derzeit mit sechs Punkten auf Rang 16 und laufen damit den eigenen Ansprüchen deutlich hinterher. Bislang stand vor allem Trainer Domenico Tedesco im Fokus der Kritik, dem es nicht gelungen ist, die namhaften Neuzugänge zu integrieren, um so die schwerwiegenden Abgänge wie Leon Goretzka zu kompensieren. Doch ein Bericht der „Sport Bild“ rückt einen anderen Mann ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Manager Christian Heidel. Seine Transfer-Entscheidungen wecken Zweifel.
Heidel wollte Kruse nicht – Embolo soll abgeschoben werden
Laut Quelle erwägt man bei Königsblau, Rekordtransfer Breel Emobolo in diesem Winter abzuschieben. Die Zweifel bei den Bossen wachsen demnach, dass der Angreifer den Durchbruch noch schafft. Mangelnde Spielintelligenz und fehlendes technisches Vermögen des Stürmers hätten das Vertrauen in den 21-Jährigen schwinden lassen, heißt es.
Tatsächlich sollen Heidel und Tedesco im Sommer sogar schon über einen Nachfolger nachgedacht haben. Sie beschäftigten sich mit Max Kruse von Werder Bremen. Der Manager entschied sich aber gegen den 30-Jährigen. Heidel glaubte angeblich nicht, dass Kruse in Gelsenkirchen „so gut wie im beschaulichen Bremen funktionieren würde.“
Rudy statt Delaney
Noch ein anderer Ex-Bremer weckt Zweifel an Heidels Transfer-Entscheidungen. Schalke suchte bekanntlich einen defensiven Mittelfeldspieler und verpflichtete letztlich Sebastian Rudy vom FC Bayern München. Auch auf der Liste stand laut Quelle aber auch Thomas Delaney. Doch Heidel konnte oder wollte den Dänen nicht überzeugen. Das Ergebnis ist bekannt: Delaney spielt mit dem BVB eine überragende Saison. Rudy saß hingegen beim FC Schalke 04 zuletzt vier Spiele in Folge über 90 Minuten auf der Bank. Tedesco hat den 28-Jährigen offenbar bereits als Fehleinkauf abgestempelt.